Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wenden uns erneut an die Öffentlichkeit um über eine besorgniserregende Entwicklung in der Oberhausener Kulturszene zu informieren.
Neben bekannten Konzerten wie z.B. dem Horna¹ Konzert im Helvete droht nun das Festival „Working Class Anthems Vol #1“ am 22. August 2026 im ResonanzWerk² zu einem Vernetzungstreffen der internationalen „Grauzone“ und „Nationalsozialistischen“ Szene zu werden.
Eine detaillierte Betrachtung des Line-ups offenbart ein tiefes Netz aus rechtsoffenen Kontakten und problematischer Symbolik.
- Agent Bulldogg (Schweden)
Der Headliner Agent Bulldogg blickt auf eine Geschichte zurück, die tief in der frühen White-Power Szene in Stockholm verwurzelt ist³. Zwar distanziert sich die Band immer wieder offiziell, doch blieb die Band weiterhin in den Strukturen aktiv, was unter anderen die Zusammenarbeit mit dem Label DIM Records beweist, dessen Inhaber vom bayrischen Verfassungsschutz als fester Bestandteil der rechtsextremen Szene geführt wird4. Des weiteren pflegt die Band enge Kontakte zur britischen Band Pressure 285, deren Umfeld um Sänger Kevin Gough6 nachweislich Verbindungen zum in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“ hält.
Wer mit solchen Akteuren sympathisiert, kann sich nicht glaubhaft als „unpolitisch“ bezeichnen.
- Disharger (Niederlande)
Die Band steht seit Jahren in der Kritik antifaschistischer Beobachter, Portale wie „Endstation Rechts“ dokumentierten bereits 2014 ihre Bereitschaft auf Festivals mit eindeutig rechtsextremen Bands aufzutreten.7 Ihr Auftreten dient oft als Türöffner, um radikale Inhalte in einem scheinbar bürgerlichen Streetpunk Gewand zu normalisieren.
- The Reapers & Sabotage STHLM
Diese Bands vervollständigen ein Netzwerk, das sich gegenseitig stützt und regelmäßig auf Festivals spielt, die für ihre Offenheit gegenüber dem rechten Rand bekannt sind. Die Ästhetik und Wortwahl zielen bewusst darauf ab, klassische Feindbilder zu bedienen, ohne sich von rechts zu distanzieren, oder sich explizit demokratisch zu positionieren.
Wir fordern die Stadtgesellschaft, die Lokalpolitik und insbesondere die Betreiber des Resonanzwerks auf:
Hinterfragen Sie die politischen Hintergründe und die Vernetzung der gebuchten Bands kritisch. Lassen sie nicht zu, dass Oberhausen zu einem neuen „Safe Space“ für Bands wird, die unter dem Deckmantel der „Arbeiterkultur“ reaktionäre und ausgrenzende Ideologie salonfähig machen.
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1 Horna Konzert am 20.5 im Helverte https://archive.is/qJ5lj
2 „Working Class Anthems Vol #1“ https://archive.is/cTkH0
3 Ein vom NS Label Nordland Records 1992 veröffentliche Sampler mit den extrem rassistischen NS Bands Dirlewanger , Vit Aggression und Agent Bulldogg https://archive.ph/Vpt4p
4 DIM Records Wikipedia https://archive.is/HsRrK
5 Pressure 28 https://archive.ph/hBKPt und https://www.endstation-rechts.de/news/rechtsrock-event-faellt-ins-wasser
6 Kevin Gough https://archive.is/tqdAg „Blood & Honour“ https://archive.is/noT8W „Combat18“ https://archive.ph/sCCGz
7 Endstation Rechts https://www.endstation-rechts.de/news/rechtsoffene-klaenge-aus-holland








