An: das Kulturbüro der Stadt Oberhausen, WAZ und NRZ Oberhausen, Radio Oberhausen, Jugend- und Kulturzentrum Emscherdamm, kitev – Kultur im Turm,
Presse Mitteilung
Offener Brief:
Gegen Rechtsextremismus im Black Metal
Zur Veranstaltung am 24.05.2026 im Helvete in Oberhausen
Mit Besorgnis haben wir die erneute Ankündigung des Konzerts der finnischen Band
„Horna“, zusammen mit der deutschen Band „Runenwacht“ in den Räumlichkeiten des Helvette zur Kenntnis genommen.
https://archive.is/ai9rz
Während die Bands sich oft hinter einer rein „ästhetischen“ oder „unpolitischen“ Fassade
verstecken, zeichnen ihre Netzwerke ein ganz anderes Bild, das verschiedenste
Recherche-Gruppen schon des öfteren aufgezeigt haben.
Zur Band „Horna“:
Ville Pystynen („Shatraug“), der Sänger der Band war oder ist in Projekten aktiv, die eine klare Nähe zur NS Ideologie aufweisen, darunter die Bands „Hammer“ und „Blutschrei“, aber auch dem militanten rechtsextremen Spektrum in Frankreich zugeordneten Projekt „Kommando Peste Noire“.
https://archive.is/M7Rc8
https://archive.ph/ZWAUB
Ihre Alben veröffentlichen „Horna“ unter anderem auf dem von Sven Zimper
betriebenen „World Terror Committee Productions“, Sven Zimper ist ehemaliges Mitglied
der National Socialist Black Metal (NSBM) Band „Absurd“.
https://archive.is/802fr
Zur Band „Runenwacht“
Runenwacht wird oft als sog.“Grauzone“ Band gesehen, was – so finden wir – zu kurz greift. So veröffentlichten sie eine Split mit „Bluteck“ auf dem NSBM-Label „Sturmglanz“ aus Weißenfels.
https://archive.ph/wuI6V
Der Schlagzeuger der Band spielt auch bei der NSBM Band „Kroda“.
https://archive.is/mAgJp
„Horna“ und „Runenwacht“
„Horna“ und „Runenwacht“ spielen am 22.05.2026 in Erfurt zusammen mit der Band
„Askeregen“, bei der es Überschneidungen mit der NSBM Band „Permafrost“ gibt,
die unter anderem auf „Darker than Black“ (DTB) ihre Alben veröffentlicht. Das Label DTB
wurde 1994 von dem deutschen Neonazi und Mörder Hendrik Möbus gegründet. Möbus wurde als Mittäter im Mordfall von Sondershausen bekannt.
https://archive.ph/2zGMp
https://archive.ph/RVisy
https://archive.ph/UIMXb
Appell an die Verantwortlichen
Ein erneuter Auftritt dieser Bands in Oberhausen ist kein reines „Kulturevent“. Es dient der
ökonomischen Stärkung und sozialen Normalisierung von Akteuren, die eine
menschenverachtende Ideologie stützen.
An das Kulturbüro der Stadt Oberhausen
Wir bitten Sie, den Druck auf den Veranstalter zu erhöhen. Eine Stadt, die sich
gegen Rechts positioniert, darf nicht wegsehen, wenn solche Netzwerke in ihrer Stadt
aktiv werden.
An die Zeitungen in Oberhausen
Wir bitten um eine Investigative Begleitung dieses Themas, um die Öffentlichkeit
über die Hintergründe dieser Bands aufzuklären.
Wir erwarten eine zeitnahe Reaktion und die Absage dieser Veranstaltung, um ein klares
Zeichen für eine diskriminierungsfreie und demokratische Kulturszene in Oberhausen zu
setzen.
Mit antifaschistischen Grüßen,
ES REICHT – Oberhausen gegen Rechts
